meine Torten...

 

1999-mein Leben danach

Meinen jetzigen Mann kenne ich schon seit später Jugend.

Wir haben uns im August 1999 bei gemeinsamen Freunden wieder getroffen. Zu dieser Zeit war Rolf schon geschieden.

Meine Freundin Claudia hatte Amor gespielt, und ihren Pfeil tief in unsere Herzen geschossen.

Dafür sind wir ihr heute sehr dankbar.

Wir sind eine große Patchwork Family,

Da ich seine geschiedene Frau auch aus meinen Jugendjahren kenne, und ich nicht der Trennungsgrund war, fiel es uns nicht schwer Freunde zu sein.

Dies war damals auch für die Kinder schön, welche zu dieser Zeit noch jünger , bzw. Teenager waren, und bei der Mutter lebten. Inzwischen sind sie alle erwachsen und haben teils ihre eigenen Familien gegründet.

Wenn irgendwo ein Gespräch entstand, in dem es um Familie ging, dann nannte meine Tochter Nicole Rolfs   Kinder " ihre Geschwister".

Und Rolf  liebevoll " Papa".

Zuerst tat Nicole das nur wenn wir   drei alleine, und seine Kinder nicht anwesend waren. Sie wollte nicht, dass seine Kinder, vor allem Julia, die Jüngste, womöglich eifersüchtig werden würde.

Doch irgendwann hat Nicole sich ein Herz gefasst und mit Christian,  Melly u. Julia darüber geredet.

Lachend sagten sie dann, das sie es schon längst bemerkt hätten, weil sie doch ab und an unbemerkt schon " Papa" gesagt habe, und es sei in Ordnung so.

 

 2004 hatte Rolf   einen Herzinfarkt.

Zuerst wussten wir es nicht. Es war ihm in der Nacht übel gewesen, er hatte ein Enge Gefühl in der Brust, und es war, als wenn er einen Kloß im Hals hätte.

Rolf wollte noch zur Arbeit fahren, aber ich ließ nicht locker, und rief gegen seinen Willen unseren Arzt an, welcher auch gleich den Notarzt samt Krankenwagen schickte.

Man sagte uns später, wäre Rolf zur Arbeit gefahren... er wäre nicht bis ins nächste Dorf gekommen. Da ist uns erst mal klar geworden, wie viel Glück er doch hatte. 

Rolf bekam einen Stend gesetzt, der die verengte Vene nun aufrechterhält, und musste für 3 Wochen zur Reha.

Fast 1 Jahr lang war er dann krank geschrieben. Ein Jahr lang, wo Rolf fast verrückt wurde, weil er nur zu Hause saß, und nichts tun konnte, ohne das er Atemnot bekam, oder es ihm schwindelig wurde.

Dann durfte er langsam wieder anfangen zu arbeiten. Erst nur ein paar Stunden täglich.

Heute arbeitet er wieder voll, doch man merkt es immer noch, da er nicht mehr so belastbar ist, wie vor dem Infarkt.

Doch wenn man das weiß, dann kann man sich darauf einstellen, und kann es auch besser hinnehmen, wenn’s mal nicht so läuft, wie man es gerade möchte, wenn’s auch ab und an schwer fällt.

Wir halten uns immer vor Augen, dass er doch sehr viel Glück gehabt hat, anders als vielleicht viele andere, welche es nicht geschafft haben.

Was hatte ich für eine Angst!!!

Auf einmal war das Vergangene wieder wach.... all die Erinnerungen an meinen verstorbenen Mann waren wieder da.

Nein, ich möchte das nicht noch einmal erleben.

Als Nochmal möchte ich solch eine Situation nicht erleben, ich  könne das nicht verkraften. Und weiß nicht, ob meine Kräfte ausreichend wären.

Wenn jemals etwas geschehen sollte... dann will ich diesmal als Erste gehen.

Sicher, man weiß nie was das Leben für einen bereit hält, und  auch dann würde man wieder einen Weg finden müssen, mit dem Erlebten fertig zu werden. 

Diese Mitteilung ist für dich, mein Mausi,:

Ich habe den Mann gefunden, mit dem ich " Alt " werden möchte.

Ich bin sehr glücklich, dass es Dich gibt.

Ich liebe Dich, von ganzem Herzen.

Deine Birgit 

Dieses Jahr im Mai feiern wir unseren 10. Hochzeitstag.